Gérard Bürki

Dipl. Pflegefachmann HF Psychiatrie (M590331)

«Ich bin nicht das, was mir passiert. Ich bin das, was ich entscheide zu werden.»

Ich heisse Gérard Bürki, bin 55 Jahre alt, liebe Bewegung, Sport und die Natur. Mein grosses Hobby sind Pflanzen und Tiere. Ich erfreue mich an Blumen, halte und pflege sie, sehe sie keimen, wachsen und gedeihen im Rhythmus der Jahreszeiten. Ich erfreue mich an meiner pelzigen Hauskatze, spiele und necke sie, sobald sie mich mit ihrer verführerischen Anschmiegsamkeit geschickt zu manipulieren weiss. Ich umsorge sie, bin beinahe so häuslich wie sie. Mein Garten ist mein Lebensmittelpunkt. Dieser wird von Vögeln bevölkert, Igel durchkreuzen das Gelände, Libellen schwirren schillernd frei durch die Lüfte, Diversität das Ziel meines Tuns und Pflegens. Der Garten ist mein Refugium, mein Zuhause ausserhalb der vier Wände. Da gewinne ich Energie, tanke auf, ruhe aus und beobachte fasziniert das Leben da draussen. Eine andere ebenso wichtige Seite meines Lebens zieht mich seit jeher an: die der kunstvollen, kreativen Ästhetik. Nach meiner obligatorischen Schulzeit hatte ich Kunstgeschichte studiert, selbst viel gemalt und so meiner Kreativität und Inspiration freien Lauf lassen können. Zur Vertiefung und Ergänzung hatte ich dabei Zeichen- und Maltherapiekurse belegt. Als ehemaliger Sachbearbeiter von Graphik, Malerei und alten Büchern an einem Auktionshaus tätig, stand damals die Kunst und die Sehnsucht nach Schönheit im künstlerischen Ausdruck für mich im Mittelpunkt. Mehr und mehr fehlte mir jedoch der direkte Bezug zum Menschen. Da mich seine Psyche und Verletzlichkeit schon immer sehr interessiert und fasziniert hat, entschied ich mich zur Pflege zu wechseln. So kam mir damals ein Stellenangebot als Hilfspfleger an der PUK sehr gelegen. Nach mehrjähriger Arbeit in solcher Funktion habe ich mich entschieden mich zum Pflegefachmann auszubilden. Der Mensch mit all seinen Facetten, sein vielgestaltiges Wesen mit all seinen Fähigkeiten und Ressourcen, dann aber auch mit seinen Defiziten und Widersprüchen begann mich tiefgründig zu interessieren. Ich schätzte nun die direkten Kontakte von Mensch zu Mensch, Kontinuität in Beziehungen. Das Streben und Erreichen gegenseitigem Vertrauens nebst der Ernsthaftigkeit in meiner Arbeit als Lernender und als späteren Pflegefachmann war mir sehr wichtig. Ich bin in meinem Leben immer viel und gerne gereist, verbrachte längere Zeit in Ägypten und Spanien. Die Freude, die Neugier und das Interesse an andere Kulturen ist geblieben.

Ich möchte meine Lebenserfahrung, meine Wissen aus der Pflege, die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen aus zahlreichen Praktikas des ambulanten und stationären Bereiches an andere Menschen weitergeben. Ich war viele Jahre tätig als Pflegefachmann im stationären-psychiatrischen Rahmen, arbeitete mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zusammen. Als ausgebildeter Berufsbildner habe ich mich immer sehr gerne Lernenden und Studierenden auf ihrem Ausbildungsweg angenommen. Ich mag Verbindlichkeiten, Respekt im gegenseitigen Umgang, Vielgestaltigkeit, Kreativität, Offenheit und Dynamik. Ich bin ein geduldiger Mensch, ruhig, bedacht und achtsam. Kontinuität von Beziehungen liegen mir sehr am Herzen. Durch meinen breiten Erfahrungsschatz habe ich gelernt, Situationen aus mehr Distanz zu betrachten. Dennoch mag ich Spontaneität und stelle mich gerne auf Neues ein. Meine Erfahrungen und Erkenntnisse gebe ich gerne fachmännisch und pflegerisch begleitet an andere Menschen weiter, an Menschen, die sich im Augenblick, vorübergehend oder auch länger in einer schwierigen Zeit oder persönlichen Krise befinden.